Offiziell: AMD präsentiert die Ryzen 7-Serie zu Preisen ab 359 Euro

Nun ist die Katze aus dem Sack:  Lisa Su, CEO von AMD, hat im Rahmen eines Presseevents die Ryzen 7-Familie der versammelten Presse vorgestellt. Die Speerspitze bildet ein Trio bestehend aus dem Ryzen 7 1800X, 1700X sowie 1700  - Benchmarks sind auch mit von der Partie. Los gehts am 2. März, Vorbestellungen sind ab heute schon möglich.

Es war nur eine Frage der Zeit - und diese Zeit ist nun gekommen. Um Punkt 15:00 Uhr fiel der Vorhang für die Ryzen 7-Serie, die AMD nun offiziell präsentiert hat. Der Hersteller selbst spricht von einer neuen Ära, was wohl auch wortwörtlich genommen kann. Denn der ewige Zweite will endlich zum Konkurrenten aufschließen - immerhin handelt es sich hierbei um den wichtigsten Markstart seit langem. Dabei scheut AMD keine Direktvergleiche: Die bald erwerbbaren Octacores heißen Ryzen 7, was kein Zufall ist. Intels Topmodelle nennen sich schließlich Core i7. Allen heute vorgestellten Ryzen-Ablegern gemein sind 8 Kerne, 16 Threads und Preise, die die Kundschaft freuen dürfte.

AMD wählt eine aggressive Preisstrategie, um das Preissegment mit der größten Käuferanzahl anzusprechen. Laut eigenen Angaben wählen 99 Prozent aller Interessenten einen Prozessor im Bereich von unter 500 Euro, sodass gerade dieser Betrag vorerst als Höchstschwelle dient. Das Topmodell Ryzen 7 1800X geht für eben jene 499 US-Dollar in den Handel, günstiger wird es sogar mit dem Ryzen 7 1700X für etwa 400 US-Dollar. Preissensitive Kundschaft mit dem Verlangen nach vielen Kernen bei entsprechend hoher Leistung bietet AMD sogar für weitaus unter 400 US-Dollar den Ryzen 7 1700 an. Letzter geht für 329 USDollar UVP an den Start.

Technisch gesehen fing AMD mit Ryzen bei Null an. Heraus gekommen sind beachtliche Werte in Anbetracht der Transistoren-Anzahl: 4,8 Milliarden derer soll der stärkste Ryzen mitbringen - die Kerngeschwindigkeit beträgt 3,6 Gigahertz, per Turbo sind bis zu 4,0 Gigahertz drin. Damit stellt AMD rein von den Zahlen her den schnellsten Octacore-Prozessor, so Lisa Su. Überdies ist AMD auch stolz darüber, eine nochmal gesteigerte Anzahl an Insctructions per Clock in die Veranstaltung mitzubringen. Die finale Hardware erreicht so eine noch höher Leistung als zuvor angekündigt. Die Rede ist inzwischen von einem Delta von 52 Prozent - das ist beachtlich.


Neue Benchmarks untermauern AMDs Anspruch auf ein Mitspracherecht im High-End-Segment. Denn die gezeigten Benchmarks in Cinebench und Handbrake sprechen eine eindeutige Sprache. Der Kontrahtent i7-6900K von Intel rechnet im Single-Core-Turbo mit 4,0 Gigahertz und erreicht die gleiche Punktzahl wie AMDs Ryzen 7 1800X mit ebenfalls 4,0 Gigahertz Taktfrequenz - doch wenn der Multicore-Test betrachtet wird, dann zeigt sich AMDs Stärke: Der Ryzen 7 1800X erreicht hier 1.601 Punkte und liegt damit gegenüber dem 1.474 Punkte rein von den Zahlen her ein gutes Stück vorne. AMD liefert so in nahezu jeder Disziplin sehenswerte Ergebnisse, überzeugt aber besonders im Hinblick Leistung pro Euro.

Zum Schluss ließ AMD auch einen Blick auf die Logos der aktuellen und kommenden Produkte zu. Interessant war an dieser Stelle insbesondere Vega.

Die Preise in Deutschland fallen - wie immer - leider etwas höher aus, wie die Kollegen von Computerbase in Erfahrung bringen konnten. Den Einstieg mit dem Ryzen 7 1700 lässt sich AMD hierzulande mit 359 Euro bezahlen, das Modell mit dem X soll hingegen 449 Euro kosten. Wer aus dem Hause AMD kompromisslose Performance möchte, muss 559 Euro berappen. 

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