Raspberry Pi: Malwareangriff auf Kleinstcomputer

Besitzer eines auf Linux basierendem Raspberry Pi sollten aufhorchen: Hacker haben nun eine Malware in Umlauf gebracht, welche sich auf den Kleinstcomputern einnistet und anfängt, Bitcoins zu minen.

Wer einen Raspberry Pi besitzt, sollte es aktuell durchaus in Betracht ziehen, alle vergebenen Passwörter zu überprüfen, denn eine neue Malware ist kürzlich im Internet aufgetaucht und zielt auf Kleinstcomputer mit Standardpasswort ab. Sobald die Schadware sich einmal installiert hat, fängt diese an, den Pi Bitcoins minen zu lassen. Zwar wird der Prozessor nicht zu 100 Prozent dafür eingenommen, doch die infizierten Geräte gehören nach der Übernahme alle zu einem Botnet. Ebenfalls wird ein anonymer Proxyserver auf dem betroffenen Gerät installiert.

Ebenfalls überprüft werden sollten die Einstellungen der Firewall. Denn auch wenn man sich dank dieser sicher fühlt, könnte es sich als überraschend unsicher herausstellen. Die Internetprovider vergeben im Laufe der Zeit immer öfter und immer mehr IPv6 Adressen, aber viele ältere Firewalls kennen den IPv6-Standard noch nicht und so könnte es passieren, dass der SSH Port ungeschützt vom Internet aus zugänglich ist. Der aktuelle Wechselkurs für Bitcoins liegt bei über 2.300 US-Dollar pro Bitcoin, Tendenz steigend. Demnach ist davon auszugehen, dass Angriffe solcher Art in Zukunft nicht weniger werden. Daher hier noch einmal der Hinweis der Redaktion: Lasst bei keinem eurer Internetfähigen Geräte die Standardpasswörter aktiv, und wählt darüber hinaus auch gute Passwörter. Über Negativbeispiele von Passwörtern haben wir bereits berichtet.

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