Entwickler bei Nintendo liebäugeln mit der Unreal Engine

In der Vergangenheit war es für Drittanbieter nicht immer leicht, ihre Spiele auf einer Nintendo-Konsole zu veröffentlichen. Gerade bei den verwendeten Engines kocht Nintendo gerne sein eigenes Süppchen. Mit der bald erscheinenden Switch soll sich das nun ändern.

Wenn es eine Sache gibt, mit der sich Nintendo bislang ziemlich gequält hat, dann Drittanbieter davon zu überzeugen, Spiele für die eigene Konsole zu entwickeln. Mit der Switch soll sich das aber bald ändern. In einem Frage-und-Antwort-Event der Investoren hat Shigeru Miyamoto persönlich erwähnt, dass Nintendo in Zukunft bei der Entwicklung auf universellere Entwicklertools wie beispielsweise die Unreal Engine setzen wird. Die Tatsache alleine ist keine allzu große Überraschung, da die Wii U bereits die Unreal Engine unterstützt hat. Überraschender ist es, dass Miyamoto durch seine Aussagen andeutet, die bislang eher frostige Haltung gegenüber Drittanbietern etwas zu lockern. Miyamoto wird in seiner Meinung von Shinya Takahashi, Leiter der Marketingabteilung bei Nintendo, unterstützt.

Wenn es um Exklusivtitel geht, wird der japanische Spielekonzern weiterhin auf die eigenen Entwicklertools zurückgreifen, um das beste aus der Hardware herauszuholen. Aber der Wandel hin zu einer der am häufigsten verwendeten Entwicklungssoftware ebnet den Weg, den die Drittanbieter gehen müssen. Dies spiegelt sich im Lineup der Switch wieder: NBA 2K16, Dragon Quest XI, Rime, FIFA und ein (wenn auch sehr später) Port von Skyrim. Momentan befindet sich die Switch allerdings noch in einer „Huhn-Ei-Situation“. Entwickler wollen sehen, wie gut die Switch beim Kunden ankommt, potenzielle Käufer wollen aber nicht unbedingt Geld auf den Tresen legen, wenn sie nicht sicher sein können, ob das Gerät mit dem Spieleumfang der Konkurrenz mithalten kann.

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