Behörden wollen Verschlüsselungen von Nutzern leichter knacken

An vielen Stellen zeigen die europäischen Behörden ihr Interesse an stärkeren Überwachungsmaßnahmen der Bürger, wie Netzpolitik.org berichtet. In Deutschland soll unter anderem die Schwelle für den Einsatz von Staatstrojanern stark herabgesenkt werden.

In den letzten Monaten verdichten sich die Bemühungen sowohl von deutschen als auch internationalen Behörden, das Internet deutlich stärker zu überwachen. So sind die britische, amerikanische und auch europäischen Regierungen derzeit in Gesprächen darüber, wie man verschlüsselte Daten von Bürgern besser aushebeln und untereinander austauschen kann. Laut mehreren hochrangigen Leitern bei Behörden werde es immer schwieriger, die Kommunikation zwischen Personen abzufangen und auszuwerten. Um die Mitarbeiter der Polizeibehörden in diesem Gebiet zu schulen, werden bereits europaweite Seminare im Umgang mit Verschlüsselungen abgehalten. 

Beim sogenannten "Informationsaustausch zu Aspekten der Verschlüsselung" will das Bundesinnenministerium dafür sorgen, dass Staatstrojaner und das Hacken einzelner Personen bereits bei weniger schweren Straftaten, etwa in Bezug auf Drogen oder Diebstahl, zum Einsatz kommen können. So könnte künftig ein bloßer Ladendieb bereits vollumfänglich ausspioniert werden. Dem französischen Vorschlag nach sollen hingegen die Hersteller von Hard- und Software selbst dafür sorgen, dass Behörden über Hintertüren unbemerkt auf die Daten der Nutzer zugreifen können. Konkrete Maßnahmen sollen in nächster Zeit ausgearbeitet werden.

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